Mabon 2008 -  Alpine Be-Geisterung zu Füssen eines hohen Königs

10 „Alpinisten“ aus Österreich und Bayern fanden sich zu einem Wochenende in einem 350 Jahre alten Bergbauernhof gegenüber des Hochkönig-Massivs im Pongau ein. Gefeiert werden sollte, gelebt und genossen - schamanisiert.
Am Freitag Nachmittag erreichten wir das Mühlbacher Tal und erklommen über eine steile Forststraße unser abgelegenes Domizil. Aus einer Kurve in luftiger Höhe inmitten einer weiten Bergweide erblickten wir zum ersten Mal das Haus: ein ehrwürdiges Holzhaus mit roter Blumenpracht lachte uns zu – und die Erstankömmlinge, die es sich bereits auf der Terrasse in der Sonne bequem gemacht hatten. Eine Traumhütte – schöner, als wir sie bisher in der virtuellen Welt beobachtet hatten.
Am Spätnachmittag war die Hüttenbelegschaft schließlich fast komplett, die Zimmerverteilung lief reibungslos und die ersten Gäste hatten bereits die geniale Holzzentralheizung aktiviert. Es war nun Zeit, sich mit dem Geist des Ortes und der Hauses vertraut zu machen, ihn um freundliche Aufnahme zu bitten. Die Schamanentrommeln hatten sich bereits in der Bergsonne aufgewärmt und warteten auf ihren Einsatz. Und so ließen wir sie ertönen aus dem Freundeskreis heraus zogen wir trommelnd den Schutz-Kreis um das Haus.P1010201
Wir begannen uns auf die 900 m Höhe einzuschwingen. Sonnenuntergang - unsere Mondfrau-Schamanin reinigte uns mit Rauch und im Anschluss begingen wir trommeln, rasselnd und räuchernd das Haus – es wurde langsam Abend.
Jetzt waren wir wahrhaftig angekommen.
Die „Küchengeister“ zauberten uns ein deftiges Essen (Geselchtes mit Kraut und Kartoffeln) und – es gab ein Geburtstagskind unter uns und so wurde bereits am Vorabend zu Mabon gefeiert.
Es war schon fast dunkel geworden und da erschien der letzte Wochenendgast – aus Amstetten/Niederösterreich.
Ich lud in der großen Bauernstube zu einem Bergkino-Abend ein. „Heimatklänge“ hieß jenes filmische Ereignis, das wir dank der mitgebrachten Technik (Beamer und Laptop) stilecht in alpiner Umgebung genießen durften. Das Jodeln als menschliche Resonanz zur Bergwelt – aber modern „verpackt“ – schräg, skuril, erdig. Das war eine gute Einstimmung für die Jodelklänge, die uns in den nächsten Stunden erwarten sollten.
Der erste Morgen – der Festtagsmorgen. Der Hochkönig hatte sein graues Wolkenkleid angezogen und trotzdem zog er uns an. Nach einem üppigen Frühstück fuhr ein Großteil der Gruppe hinauf zum Arthurhaus. Es war kühl geworden. Schneeluft erwartete uns nach dem Aussteigen der Autos. Ein paar verirrte Schneeflocken umtanzten uns. Doch über uns – von den steilen Bergwiesen, die bis zur mächtigen Felskulisse des Königs hinaufreichten, tönten die Pfiffe jener besonderen alpinen Krafttiere, die man nur selten zu Gesicht bekommt. Die Murmeltiere begrüßten uns. Wir waren auf 1500 m angekommen und der weitere Weg führte uns spontan ausgesucht zur Mitterberghütte. Entlang eines langsam ansteigenden Bergsteiges hatten wir trotz Wolken noch eine gute Sicht auf die Pongauer Talwelt zu unseren Füßen.
Bei der Vorführung der „Heimatklänge“ hatte ich angeboten, dieses Wochenden für das Erlernen eines Jodlers zu nutzen. Und schließlich hatten wir jenen besonderen Ort dafür gefunden:
Ein paar Steinblöcke oberhalb des Weges wurde zu unserer Bühne. Den „Alperer“ galt es zu erlernen – passend zu unserer be-geisterten Gruppe ein Jodler zu Ehren eines Berggeistes – eben dem „Alperer“. Wir übten hinaus ins Tal, spürten bald Harmonie und drehten uns um – um dem Hohen König unsere Töne zu schenken. Er nahm sie an – kurz zeigten sich ein paar Wolkenlücken, doch bald verschloss er sich wieder. Vielleicht sollten wir doch noch üben?
Mit einem gemeinsamen Tönen verabschiedeten wir uns von unserer Premieren-Bühne.
Bald erreichten wir die Mitterberghütte. Wir waren dem Berggeist sehr nahe gekommen. Eine grandiose Bergkulisse. Wir beschlossen die Hütte links liegen zu lassen – wir hatten schließlich unsere eigene Hütte-  und auf einen nahen, vorgelagerten Gipfel zu steigen. Ein Gipfel, wie für uns geschaffen, mit kleinen Felsvorsprüngen und lauschigen Plätzen zwischen Latschen.
Stille.
Leichter Wind.
Gedanken, die in die Ferne schweiften.
Eine Mundharmonika ertönte. Dann wieder der „Alperer“.
Heimat.
Zurück auf „unserer“ Hütte. Gemeinsames Feuerholzsammeln. Die Hüttengeister zauberten einen Hirschbraten und Kürbissuppe - passend zur Jahreszeit. Etwas Zimmerruhe. Gespräche.
Es war dunkel geworden. Ein besonderes Fest lag in der Luft. Ein Fest, das uns auf die dunkle Jahreshälfte einstimmen sollte.
Zögerlich fanden sich die Hüttenbewohner auf der Terrasse zusammen. Wir stiegen hinab zu unserem vorbereiteten Feuerplatz auf der Weide. Die Feuergeister ließen sich nicht lange bitten – gemeinsam entzündeten wir den Holzstoß. Wir ritualisierten, übergaben dem Feuer unsere Wünsche und Bitten, verbrannten Altes, nicht zu uns Gehörendes. Wir schenkten dem Feuer und den Ahnen Kräuter und andere Aufmerksamkeiten.
Die Feuerkraft suchte sich ihren Korridor und sie begrüßte jeden einzelnen von uns. Wir schienen eins zu sein – mit dem Jahreskreis und jenem Großen Geist.
Dann ertönten unsere Heimatklänge: rhythmisch, dynamisch, meditativ, verspielt, verträumt, so wie es der festliche Anlass zuließ.
An den warmen Hüttenöfen klang jener Abend aus – vielmehr: er klang weiter, klang nach.
Der letzte Morgen. Am Feuerplatz glimmten letzte Reste. Es hieß: aufräumen.
Doch ein gemeinsames Frühstück und ein wahrer Sonntagsbraten gaben auch jenem Abschiedstag noch eine besondere lukullische Note. Auf der Terrasse wurde eine Schamanentrommel gebaut, die nähere Umgebung wurde erwandert und erkundet. Gespräche.
Und dennoch – das unvermeidliche Einpacken und Hüttenräumen, -putzen.
Es war später Nachmittag geworden. Der Wirt kam zum Kassieren und schoss für uns die Gruppenfotos.
Und wieder standen wir trommelnd im Kreis. Wir dankten den Ahnengeistern, den Geistern des Hauses, den Krafttieren, der vier Winde, des Himmels und der Erde.
Die Mabongäste fuhren nach Hause in ihre Talheimaten: nach Oberösterreich, Niederösterreich und Oberbayern.
10 „Alpinisten“ hatten beschlossen sich in einem Jahr wiederzusehen.


MABON 2005 - Starke Töne, Besuch der Wintergeister und die 3 Bethen

Es sollte ein beschauliches Almwochenende werden - auch in der Voraussicht, dass wir wetterbedingt uns innen gut einheizen mußten.
Und außerdem ein Wochenende getragen von besonderen Naturkräften:
dem Vollmond, der Herbsttagundnachtgleiche (keltisches Mabonfest) und einem Feiertag zu Ehren der Drei Bethen, wie er heute noch im südtiroler Meransen begangen wird.
Und was wurde daraus? Lest selbst....
Der Freitag begann ungewöhnlich warm und sonnig - es lag etwas in der Luft. Und so traf sich ein bunter Haufen wiedermal bei Saalbach bei unserem Bauernhof, um das Gepäck in Waldläufers Allrad-Jeep umzuladen und zur Herzalm aufzusteigen. Einzelne Tropfen wiesen uns auf den Wetterwechsel hin, doch war der Aufstieg noch trocken. Die Wettergeister um uns herum grollten, die Berge hüllten sich in Wolken. Ein Gewitter empfing uns bei der Alm und im Schein der Taschenlampen und der Blitze suchten wir unsere Schlafplätze.
Ich hatte vorher noch Gelegenheit nach dem Medizinrad auf der Almwiese zu sehen und ein paar Steine "geradezurücken". Würden wir überhaupt an diesem Wochenende an jenem Kraftort uns einfinden können?
Das Geschlechterverhältnis war ausgeglichen und alte (60 %) und neue (40%) Almgäste versprachen eine gesunde Mischung. Und eine Norwegerin aus samischer Tradition, die auf einen ungewöhnlichen Weg hierhergefunden hatte und kurzfristig eine Belegungslücke füllte, versprach eine interessante Begegnung.
Diesmal gab es auch eine Umverteilung des Kochdienstes, so dass auch unsere Almchristine sich mehr in das Zusammensein einbringen konnte.
Nach Davids Alm(Alpen-)Segen und Christines Begrüßungsessen (Pinzgauer Kartoffelkräutersuppe im Brot serviert und anschließendem Gselchtem mit Sauerkraut) wurde unserer Almchefin das Gemälde vom Herzengel zeremoniell überreicht: unser Dank, für ihre aufopfernden Dienste. Und der Almaltar leuchtete diesmal noch heller als sonst.
Doch das Leuchten (in unseren Augen) sollte noch größer werden, denn der Waldläufer hatte eine CD mitgebracht - und darauf war ein neuvertontes Lied: das Lied der Alpenschamanen - das Große Herz
eine einfache und sehr eingängige Melodie, ein starker Rhythmus und die bereits bekannten Worte, die ein neues Zeitgefühl symbolisieren.
Da war plötzlich bei allen das Gefühl, bei einer Art Sternstunde dabeigewesen zu sein. Da existierte ein Lied, was zum Träger einer Botschaft geworden ist. Es begleitete uns folglich durch das ganze Wochenende.
Christines Karmakarten ließen jeden einzelnen ein Stück seines Weges erkennen - und ich fand mich in "Glück und Kreativität" wieder....P1010040
Schließlich ertönten unsere Trommeln und ich denke, die Schamanenalm flog in dieser Zeit hinauf zum Großen Geist. Die Stimme von Hanna - der Samin - schien zudem über all jenen mächtigen Trommeltönen zu schweben - als ein verbindendes Element zwischen den schamanischen Kulturen und Traditionen.
Es wurde eine lange Nacht und der Almglühweinpunsch ließ uns vergessen, dass es draussen immer ungemütlicher wurde.
Kälte und Regen ließen die Schlafsäcke am folgenden Morgen lange Zeit geschlossen bleiben. Das Frühstücksbuffet erstrahlte im Kerzenlicht und durch die von allen mitgebrachten Speisen. Und damit begann ein Tag der Rituale. Angefangen von dem kurzen Regenausflug auf die nassen Almwiesen und einer Morgengymnastik unter einem Baumdach, ging es weiter über eine geführte schamanische Reise in der wohlig beheizten und geräucherten Alm, in der sich viele alte und neue Krafttiere einstellten, zu humorigen schamanischen Hüttenspielen, in denen Wahrnehmung und Achtsamkeit geübt wurden bis zur Bedeutung des Mayakalenders für die Tagesenergie.
Und schließlich fand ein Medizinrad in Form des Keltenrads seinen Platz am Almtisch. Ein kleines - fast unscheinbares Ritual, dessen Bedeutung ich erst viel später erkannte.
Wünsche, Bitten und Visionen wurden jetzt in dem entstandenen heiligen Raum den Geistern übergeben.
Und im Tagesverlauf konnten wir beobachten, wie die Schneegeister immer weiter zu unserer Alm hinunter wanderten.
Am nächsten Morgen bedeckte eine dünne Schneedecke die Almwiesen und die Almterrasse.
Nach dem wir die Alm und uns gereinigt und zusammengepackt hatten, trafen wir uns draussen zur Schlußrunde am Medizinrad.
Das Fohlen, das uns schon im Sommer begrüßt hatte, war auch diesmal wieder dabei. Und wieder zog es jenes Tierkind magisch in den heiligen und kraftvollen Kreis des Medizinrads. Und wieder war es für uns ein Lehrstück für Achtsamkeit, denn es wollte einfach im Kreis bleiben und knabberte uns neugierig und verspielt immer wieder an. Erst als wir zu Singen und Tönen begannen, veränderte sich die erregte Atmosphäre. Wir waren alle noch beeinflußt von den vergangenen Stunden und Tagen.
Es fiel uns nicht leicht Abschied zu nehmen und noch dazu schimmerte die Sonne etwas durch die Wolken und die Nebegeister tanzten durch das Saalbacher Tal zu unseren Füßen.
Als wir begannen, uns seelisch zu sammeln und loszulassen, begann das Fohlen neben uns friedlich zu grasen. Ja, der Almfriede nahm nun Platz in unseren Herzen und ich bat die Almgäste, den Geist jener Herzlalm mit nach Hause zu nehmen und weiterwirken zu lassen.
Was habe ich diesmal mitgenommen?
neue Visionen, einen Ohrwurm, ein Tischmedizinrad, ein fast geheiltes Knieleiden, einen starken Traum und wunderschöne Erinnerungen.
Und die Kraft der Herzalm.

Ich danke den Geistern der Vier Winde, des Himmels und der Erde.
Ich danke den Schneegeistern für ihr eindrucksvolles Schauspiel
und allen Gästen, die zu jenem Almfest der Sinne beigetragen haben.


MABON 2004 - Das Keltenrad im Marienheilgarten

Die Sonne geht über dem Untersbergmassiv auf - ein strahlender Spätsommertag -
Samstag, der 18. September 2004, um 8:30 Uhr:
Ich stehe allein im Marienheilgarten Großgmain vor der Madonna und bete für ein gutes Gelingen des Medizinrads
und es geht mir noch einmal alles durch den Kopf, was zu diesem besonderen Tag führte.

Wer sich mit Schamanismus beschäftigt, wird irgendwann auch auf die alten Rituale und das Arbeiten mit Ursymbolen und den Naturkräften stoßen und auf die Bedeutung der indianischen Medizinräder. In allem was ein Indianer tut, findet er die Form des Kreises wieder, denn die Kraft der Welt wirkt immer im Kreis, und alles strebt danach, rund zu sein. Das Leben beschreibt einen Kreis und so ist es mit allem, das eine Kraft bewegt. Und das Medizinrad lehrt uns in eindringlicher
Weise darüber nachzudenken, wohin der Kreis des Lebens gekommen ist.Medizinrad3
Viele Schamanen aus der ganzen Welt kamen in letzter Zeit in den Alpenraum - in unsere Bioregion. Sie gaben uns die Möglichkeit an ihrem Verständnis für Mutter Erde und an ihrer Spiritualität teilzunehmen, aber zugleich riefen sie dazu auf:
findet eure eigenen Wurzeln wieder - und damit eigene Rituale, Kultplätze/Kraftorte und Mythen, die in der soziologischen und psychologischen Entwicklung einer Gesellschaft/eines Individuums eine nachweisbar wichtige Funktion innehatten.
Bei einem Lakota-Schamanen (Sunheart) im Berchtesgadener Land lernte ich so auch Thea kennen, die dort ihren Wunsch äußerte, in unserer Region ein Medizinrad zur Harmonisierung von Energien zu installieren. Auch sie war inspiriert von einem Mandan-Schamanen (Tacan'sina), der europaweit bereits Medizinräder baut und sie schlug auch den Marienheilgarten in Großgmain als geeigneten Platz vor.
Kurze Zeit später saßen wir zusammen beim Pfarrer Schmatzberger und er begrüßte dieses Vorhaben und ließ uns einen geeigneten Platz finden.
Intuitiv schlug ich die Herbstsonnenwende als passenden Termin zum Medizinradbau vor. Am Nachmittag dieses Tages und im Jahr des Regenbogens baute sich vor dem Untersberg ein doppelter Regenbogen auf, deren rechter Ausläufer Großgmain berührte.
Es war das Zeichen von Mutter Erde - die Resonanz. Dasselbe erlebten Thea und ich kurz darauf an einem anderen Kultplatz beim Medizinradbau wieder und es bekräftigte unser Vorhaben.
Die Folgezeit bis zum Bau war geprägt von Synchronizitäten und doppelten Regenbögen.

Und der 18. September selbst?
Während die Tage vorher regnerisch und neblig waren und an den bevorstehenden Herbst erinnerten, zeigte bereits der frühe Samstag Morgen, dass der Nebel schon in der Dämmerung die Sterne und kurz darauf die aufgehende Sonne durchließ. Alles deutete auf Harmonie und Einklang hin. Selbst der geplante zeitliche Ablauf war absolut stimmig, obwohl er sich mangels Erfahrung mit größeren Gruppen und auch in Unkenntnis, der zu erwarteten Mitbauerzahl kaum einschätzen ließ.
Doch um 9:00 Uhr waren fast alle da. Auch Pfarrer Schmatzberger kam kurz dazu und ließ sich nochmals den Ablauf erläutern. Dann folgten Räucherungen, ein Feuerritual, gemeinsames Tönen und Singen und Trommeln.
Die folgenden Stunden waren geprägt von einer heiligen Atmosphäre, von Aufmerksamkeit, Konzentration, Kontemplation und der Absicht, eine Medizin für Mutter Erde und ihre Kinder entstehen zu lassen, nach einem Ritual, das sowohl indianische als auch einheimische, keltische Muster hatte:
- die 36 heiligen Steine nach Sunbear, (am Anfang und Ende waren es 18 Mitbauer, die Hälfte von 36 !)
- der keltische Jahreskreis mit seinen 4 Sonnenfesten und 4 Mondfesten,
- die 12 Tierkreiszeichen
usw.
Jeder Stein hatte seine Auffindungsgeschichte, die oft schon mit der persönlichen Geschichte des Finders verbunden war.
Die Medizinradbauer und insbesondere Od*Chi verstanden es, dem Ritual und vielen Steinen ein passendes Lied zu geben, das dann vom Kreis aufgenommen wurde. Verschieden Instrumente (Trommeln, Rasseln,Flöte, Klangschale, Didgeridoo usw.) ertönten. Und Disharmonien beim Auslegen der heiligen Steine schienen vom entstehenden Steinkreis selber bereinigt zu werden.

Was passierte bei den Erbauern?
Lachende und weinende Gesichter, nachdenkliche und strahlende, in sich gekehrte und euphorische, bittende und dankende....
Wer mit offenem Herzen Medizin herstellt, wird ihre Wirkungsweise selber erfahren und selber geheilt werden.
Im Zentrum des Kreises, der Schöpfungskraft, fanden schließlich noch bunte Erntedankgaben ihren Platz.
Und am Ende des Rituals schenkte ein kühler Wind Abkühlung, ließ uns alle durchatmen und wiederum die Resonanz mit Mutter Erde erfahren.
Das keltische Rad als eines der Ursinnbilder der Welt hatte sich im indianischen Medizinrad manifestiert - oder war es umgekehrt?
Tatsächlich ist dieser Steinkreis mit seiner Symbolik auf der ganzen Welt wiederzufinden und jetzt auch wieder bei uns. Und es werden mehr werden, als Folge der morphischen Resonanz.
Die Wirkung dieser Medizin ist nicht nur beim Herstellen zu spüren, sondern bleibt dauerhaft erhalten und wird durch die Energien der zukünftigen Besucher sogar verstärkt.
Zu Füßen der keltischen Anderswelt, dem Herzchakra der Erde - dem Untersberg auf der einen Seite und dem keltischen Sonnenheiligtum (kelt. Grabhügel und Teufelsloch(Lattengebirge) auf der anderen Seite und auf uraltem heiligen Boden dieser Marienwallfahrtskirche und ihrem außergewöhnlichen Heilgarten entstand als Zeichen der Einheit in Religion und Spiritualität und als Zeichen für eine Bewußtseinstransformation dieser Steinkreis - dieses Rad des Lebens:

Die Sonne geht über den Bergen des Reichenhaller Tals unter - ein strahlender Spätsommertag geht zu Ende -
Samstag, der 18. September, um 18:30 Uhr:
Ich stehe allein im Marienheilgarten Großgmain vor der Madonna und danke für das gute Gelingen
und ich weiß, dass es ein weiterer Schritt war.....

Ich danke allen Mitbauern, dem Pfarrer Schmatzberger, Mutter Erde und dem Großen Geist.