Brauchtum
Der Alpenraum ist reich gesegnet mit noch lebendigem Brauchtum. In ihm erkennen wir uralte Traditionen und Überlieferungen - meist noch aus vorchristlicher, heidnischer Zeit. Hier wird „religio“   (Rückverbindung) gelebt – hier gibt es noch ein mystisches Naturerleben, auch wenn viele Bräuche kommerzialisiert wurden. Durch diese Traditionen erhalten wir den Zugang zur Ahnenwelt, zur Heimat, zu unserer Umwelt und Natur. Wir erfahren im Brauchtum die Verbundenheit unserer Ahnen mit dem Jahreskreis, den Zyklen der Natur und können uns selber wieder aus unserer technologiehörigen Gesellschaft lösen und einen Zugang zur Anderswelt finden.
Der heilige Moment wird wiedergeboren im Brauchtumsleben.

Der Jahreskreis wird in den Elementen erfahren beim Durchkriechen an Spaltfelsen oder so genannten Schliefsteinen oder

bei Feuerbräuchen
Feuer in den Alpen
Scheibenschlagen
Funkensonntag / A
Funkenabbrennen / Funkenfeuer / A
Lärmstange / I 

bei Baumbräuchen
Maibaum
Christbaum
Palmweihe
Gerichtslinden, Tanzbäume
Freiheitsbäume
Keltischer Baumkreis

bei Wetterbräuchen
Aperschnalzen
Gewitterläuten
Wetterkreuze / Wetterandachten
Wetterturm

bei Lärmbräuchen
Herbsteinschnalzen / Oberbayern / D
Santaklaswecken / Langeswecken
Christkindlanschiessen / Bayern
Winteraustreiben / Aperschnalzen / Bayern und Salzburg
Schabmänner / A > Ursprung: Schabbock

bei Fruchtbarkeitsbräuchen
Flurumgänge / CH / A
Maibaumaufstellen
Prangstangen / A
Wilde Männdle Tanz / D (Allgäu)

und natürlich bei den Jahreskreisfesten selbst.