Trockene Klammen bei Elsbethen (Salzburger Land)
Anfahrt:
von Berchtesgaden über B305 Richtung Salzburg -> Glasenbach -> Elsbethen; nach Ortsschild noch 100m dann bei Brücke links
(kleines Schild “Trockene Klammen”); schmale Straße entlang der Kehlbachschluchtbis zum markanten
Ausgangspunkt:
Archstein mit großer Informationstafel
(kein öffentlicher Parkplatz, daher vorher Parkmöglichkeit suchen - nicht beim Biobauernhof !)
Zeitbedarf (Etappen):
3 Std. (oder 4 Std bei Abstieg nach Glasenbach)
Trockene Klammen (10 Min) - Waldwiese (35 Min) - Wildlehen (15 Min) - Erentrudisalm (20 Min)
Rundweg:
ab Erentrudisalm zur Glasenbachklamm absteigen und durch Klamm nach Glasenbach, von dort per Bus zurück nach Elsbethen    
Besonderes:
Felslabyrinth (Taschenlampe nicht vergessen!); Vegetation im Klammbereich; herrliche Picknick-Wiesen; Erentrudisalm mit Abenteuerspielplatz
Einkehrmöglichkeit: Erentrudisalm

Die Ausnahme für Wasserfreaks und Gumperer stellt eine (die) Trockene KlammDSC_0033 bei Salzburg Elsbethen dar. Ein Felssturzgelände am Westhang des Elsbether Fagers bildete einen typischen Klammcharakter - ein wirres Felstrümmerwerk im Hochwald. Es wird vermutet, daß diese Bergzerreißung einsetzte, nachdem die eiszeitlichen Eismassen, die ein natürliches Widerlager bildeten, abgeschmolzen waren.
Aber schon der “ Archstein ”(Kultstein), der äußerste Riesenblock dieses in Bewegung geratenene Hanges, hat eine symphatische  Note - und der dahinterliegende Biobauernhof fügt sich geschmackvoll  in diese eigentümliche Landschaft.
Vom Archstein führt ein steil aufsteigender Weg bereits nach 10 Min in die Trockenen Klammen. Große Informationstafeln geben hier Auskünfte über Wegvarianten, Geologie und Vegetation. In dem großartigen Chaos mit einer Reihe durcheinandergeratener Kalkblöcke fühlen sich alle großen und kleinen Indianer wohl. Mit bis zu 20 m tiefen Spalten sieht die Felslandschaft wie nach einem Erdbeben aus. Man steigt durch dunkle Kamine, in einen Felsenbereich mit verwirrenden Gängen, Felsblöcken und glatten Wänden.
Dazwischen aber wachsen friedlich schlanke Laubbäume. Die Vegetation mit Lianen und Buschwerk verstärkt noch den romantischen Charakter. Auch auf dem Waldboden sind die Zeich en der Bewegung zu sehen: Spalten und Löcher haben das Humus aufgerissen und führen in die Tiefe (Taschenlampen zum klettern und forschen nicht vergessen!).
Die Markierung im Labyrinth geleitet jeden Wanderer wieder sicher hinaus. Kurz vor Verlassen der Klammen windet sich ein drahtseilversicherter steiler Steig an die Oberfläche und in ein abenteuerliches Hochwaldgelände mit Rastbänken und Lagerplätzen, in deren Nähe immer noch Klüfte und Abgründe lauern.DSC_0059
Eine kleine Waldwiese läßt uns nach 45 Min in der Unterwelt wieder die helle Sonne genießen.
Nach weiteren 15 Min verlassen wir  das Waldgelände endgültig und kommen auf die Wiesen und Hügel des Wildlehens. Die Aussicht auf den Untersberg - das “Herzchakra der Erde” - und das südliche Salzburger Becken ist grandios. Ein Stück weiter aufwärts lädt ein einzigartiges Picknickgebiet zum Pausieren ein.
Nochmal 20 Min sanfter Anstieg und wir haben die Erentrudisalm erreicht - eine wahrhafte Erlebniswirtschaft und -herberge mit eigenem Wildgehege, einem riesigen Abenteuerspielplatz und einem fantastischen Panoramablick. Das Essen ist vorzüglich und den Most vom Stehausschank muß man genossen haben. Das Wirtschaftsgebäude mit seiner Kapelle und den Nebengebäuden eingebettet in eine üppige Naturszenerie ist eine Augenweide.