Das Wenden
Das Wenden  ist eine alte Anwendung, die von Mensch und Tier Krankheit abwenden und zum Guten hinwenden kann - ein sogenannter Analogiezauber. Wer so etwas kann, wird im Volksmund Wender genannt und sie gehören im ländlichen Gebiet noch immer zum täglichen Leben. In dieser Volksmedizin mit ihren mythisch-magischen und irrationalen Elementen gibt es erkennbare Ähnlichkeiten mit den philippinischen Geistheilern.
Die aus volksmedizinischer Sicht große Bedeutung von manchen Wendern wie z.B Franz Ellmauer (siehe unten) liegt in ihren Fähigkeiten, Mensch und Vieh zu helfen. Segens- und Heilbräuche sowie das Wissen der Volksmedizin sind nach wie vor gegenwärtig und werden von Wendern innerhalb der Familie an die Jüngeren weitervermittelt - zunehmend aber auch an interessierte Fremde.
Das Wenden ist nichts anderes als ein Umdrehen - WENDEN - des Krankheitsverlaufes und ein Aktivieren der Selbstheilungskräfte mit Ritualen und Gebeten. Was notwendig ist, ist Glaube seinerseits aber auch auf Seite der Hilfesuchenden. Für den Wender ist Heilung oft die Gnade Gottes und wird auf die Wirkung des Heiligen Geistes zurückgeführt.
Wender finden sich überwiegend in Österreich - besonders in Niederösterreich. Ein bekannter Wender aus Oberösterreich ist Franz Ellmauer vom Irrsee . Er ist Mitglied im alpenschamanischen Netzwerk.

Wender Franz Ellmauer:
Schon in jungen Jahren entdeckte und entwickelte Franz Ellmauer seine sensitiven und hellsichtigen Fähigkeiten. Nach und nach Franz Ellmauer1_kleinkonnte er diese Kräfte unter Anleitung älterer Menschen mit heilerischen Fähigkeiten lenken lernen und zum Wohle der heimischen Bevölkerung einsetzen.  Dazu kommt das er natur- und heilkundigen Männern und Frauen suchte und besuchte, und weil er sich gerne mit ihnen unterhielt und ihnen zuhörte im Laufe der Zeit eine ganze Menge über das alte Heilwissen erfuhr. So hat er über die Jahre eine große Menge an Wissen über alte, volkstümliche Heilmethoden gesammelt und für die Nachwelt erhalten. So kennt er z.B. über 80 verschiedene Arten um Warzen zu besprechen. Auf seine Fähigkeiten aufmerksam gemacht, hat ihn in jungen Jahren auch ein anderer Wender, der ihm dann in späterer Folge, als er selbst nicht mehr wirkte, viele der Rituale und Gebete beigebracht hat. Seine Feinfühligkeit hat er schon sehr früh entdeckt, als Rutengeher hat er viele Bauern und Häuslbauer bei der Suche nach Wasser und beim Brunnengraben unterstützt.
Anfangs stand das Wassersuchen sogar im Vordergrund. Da waren es besonders die Bauern, die gute Quellen oder Brunnen für sich und ihr Vieh suchten. Die Bauern waren es auch, die ihn holten, wenn mit dem Vieh etwas nicht stimmte. Die Bezahlung war das erste Kalb oder Schwein, das dann zur Welt kam, meinte er scherzend – so war's halt früher mal Brauch.
Das Wassersuchen hat ihn auch weit über die Landesgrenzen hin bekannt gemacht, das macht er mittlerweile über 25 Jahre und ist so erfolgreich, das er sich noch nie geirrt hat! Er kann immer die genaue Tiefe der Quelle feststellen, ihre Stärke und die Qualität des gefundenen Wassers exakt voraussagen - wenn er sich einmal irren sollte, meinte er, würde er sofort mit dem Wassersuchen aufhören. Mittlerweile kommen auch viele große Wasserfirmen zu ihm und bitten um seine Unterstützung. Dasselbe kann er auch im Zusammenhang mit den Störfeldern in Häusern, wenn es z.B. um Schlafplätze geht. Oft haben aber auch hartnäckige Krankheiten hier ihren Ursprung.
Franz Ellmauer gibt Ratschläge und Tipps für ein gesünderes Leben im Einklang mit der Natur, ruft auf für ein besseres Verständnis der Natur und eine Rückbesinnung und Übernahme von Verantwortung für die eigene Gesundheit.
Der Wender Franz ist ein umgänglicher und bescheidener Mann der seine Fähigkeiten nicht  gerade anpreist. Bei körperlichen Belangen nutzt er seine volksmedizinischen Kenntnisse in Form von Kräutern, Cremen oder anderen verfügbaren Mitteln. Bei körperlichen wie seelischen  Fragestellungen prüft er bei den Betroffenen die Wirbelsäule und die Augen bzw. kann durch seine Sensitivität Schwachstellen erfühlen. Er erkennt auch Krankheiten, die unter Umständen noch nicht ausgebrochen sind und von denen die Betroffenen noch keine Kenntnis haben. Eine Hilfe dabei ist unter anderem seine Aura-Sichtigkeit. Er kann auch seelische Ursachen erfühlen und den Betroffenen Maßnahmen zu ihrer Behebung empfehlen. Oft reicht es ihm schon, wenn er jemanden die Hand gibt, um zu erfahren, was fehlt. Grundsätzlich begleitet er alle Maßnahmen mit Riten oder Gebete, die zum Teil der Betroffene übernimmt, zum Teil der Wender Franz selbst. Die Gesundung wird durch energetische Unterstützung von ihm an den Betroffenen unterstützt. Voraussetzung ist natürlich, und das ist ganz wichtig, der Wunsch des Betroffenen, selbst aktiv zu werden und zu gesunden. Er selbst ist kein heiliger Apostel, kein Prediger und Missionar und auch nicht wie manche ihm zuschreiben mögen von schwarzer Magie besessen. Er ist uns lediglich Spiegel, der uns manchmal mit Humor und manchmal auch mit der gebührenden Härte unsere „unnatürlichen“ Gedanken und Lebensweisen vorhält.
Da diese energetische Arbeit oft sehr kraftraubend sein kann, und er ja auch seinem normalen Berufsalltag zu bewältigen hat, beschränkt sich der Wender Franz auf einige Tage in der Woche, wo er sich den Hilfesuchenden widmet. Erholung und Muse hat er beim Malen und Bogenschießen.
Franz Ellmauer

Franz Ellmauer bei seinem Vortrag über das Wenden am 29.02.2008 im Restaurant St. Florian in Bayerisch Gmain im Rahmen meiner Vortragsreihe Heimatwege.