Die (Heil-)Kraft der Berge
Alpenschamanische Wege durch die Heimat

 
Eine ganz neue Sichtweise auf den Alpenraum und die Berchtesgadener Bergheimat wird den Besuchern mit vielen Berg- und Naturbildern.
ermöglicht.

Wirtschaft, Kurwesen und Touristik bauen schon lange Zeit auf die Kräfte der Natur. Doch seit einigen Jahren entdecken Einheimische und Touristen andere Wege der Heilung. In einer Gesellschaft und Kultur, die ständig von Informationen, Kommerz und Bedürfnisbefriedigung überflutet wird, gibt es einfache, spirituelle und kostenlose Wege zum Seelenheil. Heimat wird langsam wieder zu einem Begriff, der frei von politischer Einfärbung zu Sinnhaftigkeit und Lebensfreude führt. Unsere keltischen Vorfahren haben uns Schätze hinterlassen, die sich in Mythen und sagenumwobenen Kraftorten neu entdecken lassen.
Wer weiß um die Bedeutung geheimnisvoller Sonnenlöcher („Sonnenaugen“) in den Alpen?
Wer kennt das Geheimnis der alpinen Schalensteine oder die zahlreichen Sagen um Drei Wildfrauen?
Wer hat den Weg zu jener geheimnisvollen Höhlenkirche auf der Reiteralm gefunden?
Wer kennt die heilbringenden Durchkriechbräuche?
Vom Untersberg heißt es, er sei einer der kraftvollsten Gebirgsstöcke der Alpen. Rainer Limpöck berichtet u.a. von Zeitanomalien und einem geheimnisvollen Reich der Seelen und Ahnen im Berginneren.
Viele Orts-, Flur-, Gewässer- und Bergnamen geben Hinweise auf ursprüngliche Bedeutungen von „besonderen Plätzen“, von sogenannten Kraftorten, die es in unserer Bergheimat in einer unglaublichen Fülle zu finden gibt. Historiker, Volkskundler und Heimatforscher haben sie dokumentiert und beschrieben – aber um sie wirklich zu verstehen, kann man nur alle Sinne einsetzen. Man kann sie erfühlen und erbeten, so wie es die Mönche eines Klosters im Salzburger Land mit dem Wiederentdecken des alpinen Pilgerwegs zum Großglockner getan haben.
Seit einigen Jahren kann man beobachten, wie überall Pilgerwege entstehen und Wallfahrten einen großen Zulauf erfahren. Plötzlich gibt es in unserer Heimat Hinweistafeln auf Pilgerwege, die an alten Kirchen und „Landschaftstempeln“ zu den Orten der Besinnung und Einkehr führen.
Bergsteigen und Bergwandern als neuer Weg zur Selbstfindung und zu Gott?
Petroglyphen und Felsritzungen belegen, dass dies schon vor Jahrtausenden geschah.
Ist es nicht Zeit, die Geheimnisse der Natur auch vor unserer Haustür zu ergründen und zu ehren?
Soziologisch ist erwiesen, dass nur Gesellschaften mit vielen Mythen lebendige und gesunde Gesellschaften sind. Der Berchtesgadener Raum ist ein gutes Beispiel für jene vitale und heilbringende Region .
So erfährt man in diesem Vortrag mehr über jenes alte Heilsystem der Natur, den Alpenschamanismus, über Kraftorte, Mythen und geomantische Strukturen im Berchtesgadener Land und im Alpenraum.